Allgemeine
Geschäftsbedingungen
Fassung vom 25.10.2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Kampagnenreiter GmbH, Mörikestraße 1, 71739 Oberriexingen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 794999 (im Folgenden: „Auftragnehmer“) und ihren Kunden (im Folgenden: „Kunde“). Das gilt auch für Bestellungen über die Website kampagnenreiter.de.
1.2 Die Angebote des Auftragnehmers richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB schließt der Auftragnehmer nicht. Bei einer Bestellung über die Website bestätigt der Kunde, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.
2. Vertragsgegenstand
2.1 Gegenstand des Vertrags sind Leistungen des Auftragnehmers im Bereich des Online Marketing. Dazu gehören insbesondere:
- individuell vereinbarte Leistungen, zum Beispiel Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Werbung, Content Marketing, Websites, Beratung und Schulungen,
- Festpreisprodukte mit festgelegtem Leistungsumfang, zum Beispiel Audits und Analysen (Ziffer 6),
- digitale Produkte, zum Beispiel Online-Kurse, Videos, Unterlagen und Checklisten (Ziffer 7).
2.2 Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder, bei Bestellungen über die Website, aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung.
3. Vertragsschluss
3.1 Bei individuell vereinbarten Leistungen kommt der Vertrag durch die Annahme eines Angebots des Auftragnehmers in Textform zustande, zum Beispiel per E-Mail oder durch Unterschrift.
3.2 Die Darstellung von Festpreisprodukten und digitalen Produkten auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung. Mit dem Absenden des Bestellformulars und dem Abschluss der Zahlung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Auftragnehmer die Bestellung per E-Mail bestätigt, spätestens mit der Freischaltung des Zugangs oder dem Beginn der Leistung.
3.3 Vertragssprache ist Deutsch. Die Bestellbestätigung enthält die wesentlichen Angaben zur Bestellung und einen Link auf diese AGB.
4. Preise und Zahlung
4.1 Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
4.2 Hat der Kunde seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, zum Beispiel in Österreich, und gibt er eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer an, stellt der Auftragnehmer ohne deutsche Umsatzsteuer in Rechnung. Die Steuer schuldet dann der Kunde als Leistungsempfänger (Reverse Charge). Der Auftragnehmer darf die angegebene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer prüfen. Hat der Kunde seinen Sitz in der Schweiz und gibt er seine Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) an, stellt der Auftragnehmer ebenfalls ohne deutsche Umsatzsteuer in Rechnung, weil die Leistung in Deutschland nicht steuerbar ist. Eine in der Schweiz anfallende Steuer regelt der Kunde selbst.
4.3 Festpreisprodukte und digitale Produkte sind bei der Bestellung im Voraus zu bezahlen. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienst PayPal. Je nach Angebot von PayPal stehen dabei neben PayPal auch weitere Zahlungsarten zur Verfügung, zum Beispiel Kredit- oder Debitkarte. Die Leistung beginnt nach Eingang der Zahlung. Die Rechnung erhält der Kunde per E-Mail.
4.4 Für individuell vereinbarte Leistungen gelten die Zahlungsbedingungen aus dem Angebot. Ist dort nichts vereinbart, sind Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar.
5. Grundsätze Online Marketing
5.1 Die Ziele des Online Marketings sind die Steigerung der Sichtbarkeit, die Generierung von qualifiziertem Traffic, die Erhöhung der Conversion-Raten und die nachhaltige Stärkung der Online-Präsenz zur Förderung des Geschäftserfolgs.
5.2 Grundsätze Suchmaschinenoptimierung
5.2.1 Ziel ist es, dass die Website des Kunden bei der Eingabe bestimmter, zwischen den Vertragsparteien vereinbarter Suchbegriffe (im Folgenden: „Keywords“) in Suchmaschinen auf einer höheren Position gelistet wird, als dies derzeit der Fall ist. Eine bestimmte Suchmaschinenplatzierung ist nicht geschuldet.
5.2.2 SEO ist ein langfristiger und dauerhafter Prozess. Bis zur Sichtbarkeit erster Ergebnisse bei der Positionierung kann es mehrere Monate dauern. Die Platzierung in den organischen (unbezahlten) Suchergebnissen und in den Antworten KI-gestützter Suchsysteme ist zudem von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Diese werden durch die Betreiber kontinuierlich angepasst und sind nicht immer öffentlich bekannt. Daher kann auch eine Verschlechterung der Platzierung oder eine Entfernung der Website aus dem Index der Suchmaschine nicht ausgeschlossen werden.
5.2.3 OnPage-Leistungen: Ist eine OnPage-Optimierung vereinbart, wird der Auftragnehmer dem Kunden, je nach Ergebnis der Analyse der Website des Kunden, Vorschläge zur Verbesserung der Seitenstruktur, der Inhalte der Website, der Titel der einzelnen Seiten und Unterseiten, der Überschriften, der Metadaten und der Bildbeschreibungen unterbreiten und anschließend, je nach Wunsch des Kunden, umsetzen. Der Auftragnehmer wird dem Kunden abhängig von dessen Angaben zu seinem Waren- bzw. Dienstleistungsangebot und zur Zielgruppe Vorschläge für Keywords unterbreiten sowie die vom Kunden festgelegten Keywords bei der Suchmaschinenoptimierung der Website des Kunden berücksichtigen. Der Auftragnehmer wird zudem technische Empfehlungen aussprechen und dem Kunden bei Fragen und der Umsetzung von Website-Umzügen, Redesigns, Relaunches sowie technischen Optimierungen beratend zur Seite stehen, sofern sich diese Änderungen positiv auf die Sichtbarkeit im Internet auswirken.
5.2.4 OffPage-Leistungen: Ist eine OffPage-Optimierung vereinbart, wird der Auftragnehmer prüfen, ob die Quantität und/oder die Qualität der Verlinkungen von dritten Websites auf die Website des Kunden (Backlinks) verbessert werden kann, und wenn ja, entsprechende Vorschläge unterbreiten sowie diese Vorschläge, je nach Wunsch des Kunden, umsetzen. Dies bezieht sich sowohl auf kostenlose als auch auf kostenpflichtige Backlinks. Wurde die Eintragung in regionale Branchenverzeichnisse beauftragt, sind darin mindestens 20 und maximal 60 Branchenbucheinträge enthalten. Die konkrete Anzahl ist abhängig von der Branche und der Zielgruppe des Kunden.
5.3 Grundsätze bezahlte Werbung
5.3.1 Wurde die Erstellung bezahlter Werbekampagnen beauftragt, stellt der Kunde hierfür das Werbebudget bereit, das nicht über den Auftragnehmer abgerechnet wird. Vor der Erstellung der Kampagne trägt der Kunde eigenständig die erforderlichen Zahlungsinformationen in das Werbekonto des Anbieters ein.
5.3.2 Der Auftragnehmer wird in Absprache mit dem Kunden das Budget auf die verschiedenen Anteile der Werbekampagne verteilen und gemäß den Vorgaben des Kunden und seines Werbebudgets limitieren.
5.3.3 Ein bestimmter Erfolg von Werbekampagnen ist nicht geschuldet. Der Erfolg kann durch Faktoren beeinflusst werden, die außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers liegen, zum Beispiel durch Veränderungen in den Werbekampagnen des Wettbewerbs.
5.3.4 Der Kunde verpflichtet sich, während der laufenden Kampagne nicht selbstständig und ohne Absprache in die Steuerung der Werbekampagne einzugreifen oder Änderungen an den beworbenen Seiten vorzunehmen.
5.4 Grundsätze Analyse- und Audit-Leistungen
5.4.1 Wurde eine Analyse-Leistung gebucht, stellt der Kunde die erforderlichen Zugänge zu allen verfügbaren Tools bereit, zum Beispiel zur Google Search Console, zu Tracking-Tools oder SEO-Tools. Zudem wird dem Auftragnehmer die Möglichkeit eingeräumt, auf das Backoffice der Website mit Administratorrechten zuzugreifen, soweit die Analyse dies erfordert.
5.4.2 Der Kunde verpflichtet sich, während einer laufenden Analyse keine Änderungen an der Website vorzunehmen, da dies das Analyseergebnis verfälscht. Sind Änderungen zwingend erforderlich, informiert der Kunde den Auftragnehmer umgehend.
5.5 Grundsätze Consulting-Leistungen
5.5.1 Wurde eine Consulting-Leistung gebucht, hat der Auftragnehmer das Recht, die passenden Mitarbeitenden für diese Leistung innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu bestimmen und dem Kunden gemäß vertraglicher Vereinbarung zur Verfügung zu stellen. Ein Anspruch auf die Leistungserbringung durch eine bestimmte Person besteht nicht, außer dies wird ausdrücklich im Vertrag festgehalten.
5.5.2 Zu den Consulting-Leistungen zählen zum Beispiel gebuchte Beratungsstunden, Schulungen, Workshops, Seminare und Vorträge.
6. Festpreisprodukte
6.1 Festpreisprodukte sind Leistungen mit festgelegtem Umfang und festem Preis, die über die Website bestellt werden können, zum Beispiel das Local SEO Audit und die KI-Sichtbarkeits-Analyse. Umfang, Ergebnis und Bearbeitungszeit ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung.
6.2 Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Eingang der Zahlung und dem Vorliegen aller Angaben und Zugänge, die der Kunde für die Leistung bereitstellen muss.
6.3 Das Ergebnis erhält der Kunde in digitaler Form, zum Beispiel als Bericht im PDF-Format oder als Link zum Herunterladen.
6.4 Geschuldet ist die Erstellung des Ergebnisses gemäß Leistungsbeschreibung. Ein bestimmter Erfolg, zum Beispiel eine bestimmte Platzierung bei Google oder eine Nennung in KI-Antworten, ist nicht geschuldet.
7. Digitale Produkte und Online-Kurse
7.1 Digitale Produkte sind insbesondere Online-Kurse mit Videos, Unterlagen und Checklisten. Inhalt und Umfang ergeben sich aus der Beschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung.
7.2 Zugang: Der Auftragnehmer stellt Online-Kurse über Google Drive bereit. Den Zugang erhält das Google-Konto, das zu der E-Mail-Adresse gehört, mit der der Kunde bestellt hat. Der Kunde benötigt dafür ein Google-Konto zu dieser Adresse. Mit einem anderen Konto ist kein Zugriff möglich. Nach der Freischaltung erhält der Kunde eine E-Mail mit dem Link zu den Kursinhalten. Für die Nutzung von Google Drive gelten zusätzlich die Bedingungen von Google. Der Auftragnehmer schaltet den Zugang in der Regel unmittelbar nach Eingang der Zahlung frei, spätestens innerhalb eines Werktages. Der Auftragnehmer darf den Kurs auf eine andere, gleichwertige Plattform umziehen, wenn der Zugang für den Kunden erhalten bleibt.
7.3 Dauer: Der Zugang ist zeitlich unbefristet. Er besteht, solange der Auftragnehmer als Unternehmen besteht.
7.4 Aktualisierungen: Der Auftragnehmer kann Kursinhalte aktualisieren, ergänzen oder ersetzen, zum Beispiel wenn sich Funktionen oder Oberflächen der behandelten Dienste ändern. Über aktualisierte Kursbestandteile informiert der Auftragnehmer den Kunden per E-Mail an die bei der Bestellung angegebene Adresse. Ein Anspruch auf bestimmte Aktualisierungen besteht nicht.
7.5 Nutzungsrechte: Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, die Kursinhalte für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen. Der Zugang gilt für eine Person. Nicht erlaubt sind insbesondere die Weitergabe des Zugangs an Dritte, das Herunterladen, Aufzeichnen oder Mitschneiden der Videos, die Veröffentlichung oder der Weiterverkauf der Inhalte und ihre Verwendung in eigenen Schulungen. Unterlagen und Checklisten, die zum Herunterladen bereitstehen, darf der Kunde für eigene betriebliche Zwecke speichern, ausdrucken und nutzen.
7.6 Verstößt der Kunde gegen Ziffer 7.5, darf der Auftragnehmer den Zugang sperren. Ein Anspruch auf Erstattung des Preises besteht in diesem Fall nicht.
7.7 Verfügbarkeit: Der Auftragnehmer bemüht sich um eine durchgehende Erreichbarkeit der Inhalte. Die Erreichbarkeit hängt auch von Diensten Dritter ab, insbesondere von Google. Kurzzeitige Unterbrechungen, etwa durch Wartung oder Störungen bei Google, sind keine Pflichtverletzung des Auftragnehmers.
7.8 Kein Widerrufsrecht: Da sich die Angebote ausschließlich an Unternehmer richten, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Nach der Freischaltung des Zugangs ist eine Rückgabe ausgeschlossen.
7.9 Einzelne Kursinhalte sind mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz erstellt, zum Beispiel mit einem digitalen Avatar. Solche Inhalte sind im Kurs gekennzeichnet.
8. Regelmäßige Prüfung durch den Auftragnehmer und Reporting an den Kunden
8.1 Im Rahmen des Vertragsbeginns werden Metriken zur Erfolgsmessung vereinbart. Der Auftragnehmer stellt dem Kunden, je nach Vereinbarung, monatlich, quartalsweise oder jährlich einen Report zur Verfügung, aus dem die aktuellen Werte der vereinbarten Metriken und deren Veränderung im Vergleich zum vorherigen Report ersichtlich sind, zum Beispiel das aktuelle Ranking der vereinbarten Keywords.
8.2 Wurde Suchmaschinenoptimierung beauftragt, wird der Auftragnehmer mindestens einmal pro Monat automatisiert die wichtigsten SEO-relevanten Parameter und das aktuelle Ranking der Website und/oder des Google-Unternehmensprofils auf relevante Veränderungen prüfen. Im Falle einer relevanten Veränderung informiert er den Kunden darüber innerhalb von 3 Arbeitstagen und unterbreitet Vorschläge zu geeigneten Maßnahmen.
8.3 Wurden Werbekampagnen beauftragt, wird der Auftragnehmer mindestens zweimal pro Monat automatisiert die wichtigsten Ads-relevanten Parameter prüfen. Im Falle einer relevanten Veränderung informiert er den Kunden darüber innerhalb von 3 Arbeitstagen und unterbreitet Vorschläge zu geeigneten Maßnahmen.
8.4 Ziffer 8 gilt nicht für Festpreisprodukte und digitale Produkte.
9. Mitwirkungspflichten des Kunden
9.1 Der Kunde ist verpflichtet, den Auftragnehmer bei den Marketingmaßnahmen bestmöglich zu unterstützen, insbesondere durch umfassende Angaben zur Zielgruppe und zu möglichen Keywords.
9.2 Der Kunde verschafft dem Auftragnehmer innerhalb von 7 Werktagen nach Auftragsbeginn die Zugänge, die der Auftragnehmer für die Erfüllung der vereinbarten Leistungen benötigt, zum Beispiel für die Website, das Google-Unternehmensprofil, den Hoster und für Tools wie Google Search Console oder Google Analytics.
9.3 Hat der Kunde den Auftragnehmer mit OnPage-Leistungen beauftragt, sichert der Kunde alle Daten und Programme vor Beginn der Optimierungsarbeiten. Nach Beginn der Arbeiten sichert er alle Daten und Programme regelmäßig, mindestens einmal pro Woche.
9.4 Inhalte werden erst online gestellt, wenn der Kunde sie ausdrücklich freigegeben hat oder die Freigabe als erteilt gilt. Der Kunde prüft die ihm zur Freigabe geschickten Texte, Beiträge oder Werbekampagnen unverzüglich und erteilt dem Auftragnehmer die Freigabe oder teilt Änderungswünsche mit. Hat der Kunde innerhalb von 7 Tagen keine Rückmeldung gegeben, setzt ihm der Auftragnehmer in einer Erinnerung eine weitere Frist von 7 Tagen. Erfolgt auch dann keine Rückmeldung, gilt die Freigabe als erteilt.
10. Urheberrechte, Nennung als Urheber und Nutzungsrechte
10.1 Verwendet der Auftragnehmer Texte, Fotos oder Bilder, stellt er sicher, dass er über die entsprechenden Nutzungsrechte verfügt.
10.2 Ist der Auftragnehmer selbst Urheber der Texte, Fotos oder Bilder, ist der Kunde nicht verpflichtet, ihn bei deren Verwendung als Urheber zu nennen. Der Auftragnehmer behält alle Urheber- und Nutzungsrechte an den von ihm erstellten Arbeitsergebnissen (Konzepte, Programmierarbeiten, Texte, Bilder, Fotos usw.). Dem Kunden wird an den für ihn erstellten Arbeitsergebnissen ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt. Dieses schließt ein unbeschränktes Bearbeitungsrecht ein und das Recht, die Arbeitsergebnisse nicht nur für die vertragsgegenständliche Website, sondern auch für andere Websites, Online-Verkaufsplattformen (zum Beispiel Amazon, eBay), Online-Preissuchmaschinen (zum Beispiel Idealo, Geizhals), Online-Werbeplattformen (zum Beispiel Social-Media-Kanäle) und Branchenverzeichnisse (zum Beispiel Gelbe Seiten) zu nutzen. Auf mögliche negative Folgen einer solchen mehrfachen Verwendung weist Ziffer 10.5 hin. Für digitale Produkte gilt abweichend Ziffer 7.5.
10.3 Stellt der Kunde dem Auftragnehmer Texte, Fotos oder Bilder zur Verfügung, stellt der Kunde sicher, dass er über die entsprechenden Nutzungsrechte verfügt.
10.4 Hat der Kunde den Auftragnehmer beauftragt, im Namen und in Vollmacht des Kunden Nutzungsrechte zu erwerben (zum Beispiel Bildlizenzen, Plugins, Backlinks), lässt der Auftragnehmer dem Kunden unverzüglich die entsprechenden Unterlagen, insbesondere den Lizenzvertrag, zukommen.
10.5 Hinweis auf mögliche negative Folgen bei mehrfacher Verwendung von Arbeitsergebnissen im Internet (Duplicate Content): Verwendet der Kunde Arbeitsergebnisse nicht nur für die vertragsgegenständliche Website, sondern unverändert oder weitgehend unverändert auch auf anderen Websites oder Online-Plattformen, kann dies negative Auswirkungen auf die Suchmaschinenplatzierung haben.
11. Haftungsausschluss für Fehler in Texten
11.1 Der Auftragnehmer stellt Texte erst online, wenn der Kunde sie zuvor ausdrücklich in Textform (zum Beispiel per E-Mail) freigegeben hat oder die Freigabe als erteilt gilt (Ziffer 9.4). Der Kunde ist verpflichtet, die Texte auf inhaltliche Richtigkeit und berufsrechtliche Zulässigkeit (zum Beispiel berufsbezogene Werbeverbote) zu prüfen oder von fachkundigen Dritten prüfen zu lassen. Der Auftragnehmer prüft die Texte lediglich auf ihre Eignung für die Marketingmaßnahmen. Eine Haftung des Auftragnehmers wegen inhaltlicher Fehler und/oder berufsrechtlicher Verstöße ist ausgeschlossen.
12. Einbau von Links auf externe Websites
12.1 Verlinkt der Auftragnehmer von der Website des Kunden auf externe Websites, prüft er beim Setzen des Links, dass auf der verlinkten Website zum Zeitpunkt der Prüfung keine rechtswidrigen Inhalte eingebunden sind. Eine fortlaufende Prüfung der externen Website findet nur statt, wenn dies vom Kunden gesondert beauftragt und vergütet wird.
12.2 Teilt der Kunde dem Auftragnehmer mit, dass auf der verlinkten Website rechtswidrige Inhalte veröffentlicht sind, entfernt der Auftragnehmer den Link unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Arbeitstagen.
13. Tätigkeit für Wettbewerber des Kunden
13.1 Der Auftragnehmer darf, auch während der Laufzeit des Vertrags, Aufträge von Kunden aus der gleichen oder einer ähnlichen Branche annehmen und ausführen.
14. Informationspflicht und Freistellung bei Inanspruchnahme durch Dritte
14.1 Die Vertragsparteien informieren sich gegenseitig unverzüglich in Textform über Rechtsstreitigkeiten mit Dritten im Zusammenhang mit Leistungen des Online Marketing und stimmen das weitere Vorgehen ab.
14.2 Der Kunde stellt den Auftragnehmer für den Fall der Inanspruchnahme wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Verletzungen von Rechten Dritter aufgrund von Inhalten der Website, für die der Kunde nach diesem Vertrag verantwortlich ist, unverzüglich von sämtlichen sich daraus ergebenden Ansprüchen Dritter frei. Notwendige Kosten und Aufwendungen zur Abwehr solcher Ansprüche, insbesondere Rechtsanwaltskosten, erstattet der Kunde dem Auftragnehmer nach Vorlage geeigneter Belege unverzüglich.
15. Dienstleistungsvertrag und Gewährleistung
15.1 Der Auftragnehmer erbringt im Rahmen des Online Marketing Dienstleistungen. Ein bestimmter Erfolg der Marketingmaßnahmen ist nicht geschuldet, zum Beispiel eine bestimmte Suchmaschinenplatzierung. Daher hat der Kunde insoweit keine Gewährleistungsansprüche wegen Mängeln.
15.2 Bei Festpreisprodukten und digitalen Produkten schuldet der Auftragnehmer die Lieferung gemäß Leistungsbeschreibung (Ziffern 6 und 7). Weicht die Lieferung davon ab, gelten die gesetzlichen Regeln. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg ist auch hier nicht geschuldet.
16. Haftung des Auftragnehmers
16.1 Der Auftragnehmer haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
16.2 Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer, außer im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nur, sofern wesentliche Vertragspflichten (Kardinalpflichten) verletzt sind. Die Haftung ist begrenzt auf den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch 5.000 €.
16.3 Die Haftung für mittelbare und unvorhersehbare Schäden, entgangenen Gewinn und Vermögensschäden wegen Ansprüchen Dritter ist im Falle einfacher Fahrlässigkeit, außer im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, ausgeschlossen.
16.4 Eine weitergehende Haftung als in diesem Vertrag ist, ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs, ausgeschlossen. Diese Haftungsbeschränkungen und -ausschlüsse gelten nicht für eine gesetzlich zwingend vorgeschriebene verschuldensunabhängige Haftung.
16.5 Soweit die Haftung nach den vorstehenden Absätzen ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung von Erfüllungsgehilfen, Subunternehmern und gesetzlichen Vertretern des Auftragnehmers.
17. Leistungserbringung
17.1 Der Auftragnehmer ist berechtigt, Leistungen auch durch Dritte (zum Beispiel Freelancer:innen) erbringen zu lassen und sich bei der Leistungserbringung durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstützen zu lassen.
18. Vertraulichkeit
18.1 Der Auftragnehmer verpflichtet sich, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sowie sonstige vertrauliche Informationen, die ihm im Zusammenhang mit diesem Vertrag bekannt werden, vertraulich zu behandeln. Er darf diese nur zur Erfüllung dieses Vertrages, zur Erfüllung gesetzlicher, steuerlicher oder behördlicher Pflichten bzw. Anordnungen sowie zur Wahrung berechtigter Interessen (zum Beispiel Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen) verwenden.
18.2 Als vertraulich gelten Informationen, die vom Kunden ausdrücklich als vertraulich bezeichnet wurden oder die offenkundig als vertraulich anzusehen sind.
19. Datenschutz
19.1 Auftragnehmer und Kunde verpflichten sich, im Zusammenhang mit diesem Vertrag die Vorgaben des Datenschutzes, insbesondere der DSGVO und des BDSG, einzuhalten. Wie der Auftragnehmer personenbezogene Daten verarbeitet, zum Beispiel bei Bestellungen über die Website, bei der Zahlung über PayPal und beim Kurszugang über Google, steht in der Datenschutzerklärung auf kampagnenreiter.de/datenschutz/.
20. Änderungen dieser AGB
20.1 Der Auftragnehmer kann diese AGB für bestehende Verträge mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus sachlichen Gründen erforderlich ist, zum Beispiel bei Änderungen der Rechtslage oder der eingesetzten Dienste, und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Der Auftragnehmer teilt Änderungen dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weist der Auftragnehmer in der Mitteilung gesondert hin.
21. Schlussbestimmungen
21.1 Nebenabreden zum Vertrag bestehen nicht, weder mündlich noch in Textform noch in Schriftform.
21.2 Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung oder Aufhebung dieser Klausel. Abweichend davon sind auch formlos getroffene Änderungen oder Ergänzungen des Vertrags wirksam, wenn sie Individualabreden im Sinne von § 305b BGB sind. Die Vertragsparteien verpflichten sich, solche formlos getroffenen Änderungen oder Ergänzungen zur Beweiserleichterung nachträglich in Schriftform niederzulegen.
21.3 Sind oder werden einzelne Bestimmungen des Vertrags unwirksam, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Vertragsparteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine andere ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung in zulässiger Weise am nächsten kommt.
21.4 Auf den Vertrag ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts anwendbar.
21.5 Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist der Sitz des Auftragnehmers.